Am Sonntag, dem 27.9.26 beteilige ich mich mit anderen an den Tagen der bildenden Kunst. Wir stellen im Garten des BürgerInnenzentrums Brebach bei gutem Wetter unsere Werke aus.
11-18 Uhr Malerinnen und Naturfotografen stellen ihre Werke vor. Rosenstraße 14a Schrebergartenanlage 66130 Brebach Rundweg hinter Tennisplatz folgen
Es gibt immer wieder kleine Teile die verloren gehen oder kaputt gehen und für die nur schwer Ersatz zu bekommen ist. Im Lauf der Zeit habe ich deshalb einige 3D-Druck-Modelle als Ersatzteile kreiert. Die möchte ich hier nun vorstellen.
Oben ist ein kleines feines Teil: Ein Ersatzhaltering für mein Uhrarmband. Das Armband selbst ist noch völlig in Ordnung, lediglich die Halteringe sind kaputt gegangen. Ich habe aus flexiblem Filament neue Halteringe entworfen und gedruckt und nutze das Armband weiter. Ich habe auch gleich eine Verbesserung eingebaut, die ich gefunden habe: Innen haben die Halteringe jeweils eine Noppe die in die Löcher greift und verhindert, dass der Haltering ständig verrutscht. https://www.printables.com/model/1034219-retaining-ring-for-watch-strap-parametized-halteri
Auf diese Reparatur bin ich besonders stolz. Die Lamellen-Schiebetür im Wohnmobil ist immer wieder aus der Halteschiene gesprungen. An der Stelle der größten Biegung hatte die Schiene sich leicht geweitet und die Halter der Tür sind da raus gerutscht. Mit einem kleinen Reparaturkeil konnte ich die Schiene stabilisieren und seitdem funktioniert die Tür wieder wie sie soll. https://www.printables.com/model/1387517-reparaturkeil-fur-rolltur-im-wohnmobil-repair-wedg
Es ist nun schon einige Zeit vergangen seit meinem letzten Blogbeitrag zur analogen Fotografie. Das hing daran, dass ich einen Schwarzweissfilm in meine alte Leica M3 eingelegt habe um meine analogen Experimente fortzusetzen. Ich mag diese Kamera sehr. Sie ist in allem rein analog und es gibt keinerlei Elektronik und nicht einmal eine Batterie. Das Kameragehäuse ist richtig schwer durch die verbaute Technik: Mechanischer Verschluss, mechanischer Schnittbildentfernungsmesser, mechanischer Selbstauslöser. Das Objektiv ist wechselbar, aber ich habe nur Objektiv: Summicron 5cm 1:2. Leider ist das Äußere nicht mehr so schön weil ein Teil des Leders abgeblättert ist. Diese Kamera habe ich vor vielen Jahren gebraucht gekauft und bisher nur für besondere Zwecke benutzt.
Dann hat sich schnell heraus gestellt, dass ich jetzt wirklich bei der ganz klassischen analogen Fotografie gelandet bin. Für die Belichtung brauche ich einen Belichtungsmesser und der muss immer mit dabei sein. Ich habe einen Gossen Sixtar. Der ist genauso klassisch wie die Kamera und funktioniert immer noch gut. Aber jetzt ging wirklich nichts mehr schnell und einfach. Vor fast jedem Foto habe ich die Belichtung gemessen. Dazu musste ich die Lesebrille aufsetzen und dann die Einstellungen an der Kamera vornehmen. Mal eben schnell etwas fotografieren war da nicht drin. Es war jedes Mal eine kleine Prozedur. Bei der Hunderunde hat mich dann die Leine vom Hund gestört. Belichtungsmesser in der einen Hand, Kamera in der anderen Hand und die Leine vom Hund? Ohne Leine geht nicht weil er sonst im Wald hinter jedem Wild herjagt.
Außerdem ist diese vollmechanische Kamera nicht wetterfest. Also habe ich sie nur an wenigen Tagen mitgenommen, nämlich bei gutem Wetter und wenn ich viel Zeit hatte. Dieser Test hat sich so ziemlich lange hingezogen. Aus dem Sommer wurde Herbst und mittlerweile ist es fast schon Winter – zumindest kalendarisch.
Und wieder kam eine andere Kamera dazwischen. Meine Tochter hat vor einiger Zeit eine analoge Kamera ausgeliehen – eine Rollei 35 S. Aber irgendwie hat sie dann zwar einen Film eingelegt aber kam nicht weiter damit. Diese Kamera hat sie mir deshalb zurück gegeben und ich habe sie dann öfter auf meine Fotografiertouren mitgenommen. Sie hat einen Belichtungsmesser und ist schön kompakt, deshalb war es immer einfach sie mitzunehmen.
In diesen Tagen sind nun die Filme in diesen beiden Kameras voll geworden. Die Entwicklung brachte ein paar Überraschungen für mich.
Der Film in der Rollei war sauber belichtet, aber ich war mit der Schärfe der Aufnahmen im Nahbereich nicht zufrieden. Bei der Leica war die Schärfe tadellos, aber nicht alle Bilder waren richtig belichtet. Und die Ursache?
Bei der Rollei musste ich die Entfernung von Hand einstellen. Da habe ich mich ganz offensichtlich speziell im Nahbereich geirrt. Ich habe schlicht und einfach die Entfernung falsch eingeschätzt. Und weil im Herbst weniger Licht da ist war die Schärfentiefe nicht besonders groß und die falsche Einstellung hat sich in den Bildern deutlich gezeigt. Bei größeren Entfernungen war das kein Problem, da ist die Schärfentiefe größer und es ist leichter den Bereich bis unendlich scharf zu stellen.
Bei der Leica war das anders. Der Schnittbildentfernungsmesser hat wunderbar funktioniert und er ist durch seine große Basis sehr genau. Bei den letzten Bildern habe ich dann das Ergebnis der Leica mit meiner Entfernungs-Schätzung verglichen und musste einsehen, dass ich im Nahbereich ziemlich daneben lag und Entfernungen zu kurz geschätzt habe.
Leider war ein Teil der Bilder der Leica schlecht belichtet. Etwa die Hälfte Bildes war unterbelichtet. Ich fürchte, dass die Mechanik doch nicht mehr so ganz sauber funktioniert. Das Problem trat immer bei 1/30s Belichtungszeit auf und hat einige Bilder unbrauchbar gemacht. Vielleicht spielte auch die Temperatur eine Rolle, aber ich fürchte ganz einfach dass die verbauten Federn etwas von ihrer Spannkraft verloren haben.
Beide Probleme waren ernüchternd. Analoge Fotografie funktioniert ganz offensichtlich nicht einfach so. Es gibt gerade bei alten Kameras die Möglichkeit von technischen Problemen und es braucht Übung wenn man ohne Hilfe scharf stellen will. Ich würde deshalb auf jeden Fall empfehlen, mit solchen Kameras lieber im Sommer bei viel Licht zu experimentieren. Durch die größere Schärfentiefe ist dann die Chance größer, ein gutes Ergebnis zu bekommen.
Hier sind die Bilder der Rollei 35 S. Beim Letzten Foto sieht man die Unschärfe im Nahbereich sehr deutlich.Nebliger Halberg – BankNebliger HalbergNebliger HalbergNebliger HalbergNebliger HalbergNebliger HalbergNebliger Halberg – alte evangelische KircheNebliger HalbergNebliger Halberg – alte StraßeNebliger Halberg – HirschwieseStrummscher FriedhofStrummscher FriedhofStrummscher FriedhofNebliger Halberg – lange TreppeNebliger Halbergehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger Hütteehemalige Hallberger HütteWeltkulturerbe Völklinger Hütteunscharfes HundeporträtUnd hier einige Bilder der Leica M3. Beim letzten Foto sieht man im unteren Bereich die Unterbelichtung.Halberg – BankHalberg – BunkerHalberg – BunkerHalberg – BunkerHalbergHalbergHalbergHalberghalb unterbelichtet
Ich hatte endlich die Gelegenheit eine Führung durch das Besucherbergwerk Fell mitzumachen. Es war wirklich beeindruckend! Wir sind durch einen langen in den Schiefer gehauenen Gang in die Grube ‚Hoffnung‘ gegangen und konnten dort mit sehr fachkundiger Führung sehen, wie früher der Dachschiefer abgebaut wurde. Es war – wie wohl in allen alten Bergwerken – eine staubige und laute Angelegenheit.
Im Berg sind durch den Abbau goße Kammern entstanden. Allerdings wurden sie gleich wieder mit Abbaumaterial verfüllt und statt auf einem Gerüst haben die Arbeiter damals auf dem Schutt gearbeitet. Der Schutt ist mit dem Abbau mitgewachsen. In einer Kammer der Grube ‚Barbara‘ war eine solche Kammer freigelegt so dass wir die ganze Größe sehen konnten. In die Grube Barbara waren wir vorher durch einen vor etwa dreißig Jahren mit modernen Maschinen getriebenen Verbindungstunnel hinab gestiegen.
Viele interessante Informationen gibt es auch im Museum am Eingang des Bergwerkes.
Ich kann den Besuch in diesem Bergwerk wärmstens empfehlen!
LorePuffer einer LoreMundloch der Grube HoffnungStollen in die Grube HoffnungAbbaustelleDarstellung der Arbeit unter Tage mit Schaufensterpuppen als ArbeiterVerbindungsstollenGroße AbbaukammerAbbaustelle von untenMundloch der Grube Barbara
Wir gehen immer wieder gerne in den Saarbrücker Zoo. In den letzten Jahren hat er sich positiv entwickelt. Die Gehege sind größer und tiergerechter geworden und man merkt wie gut sich um die Tiere gekümmert wird.
Hier sind einige Fotos vom letzten Zoobesuch. Es war ein heißer Tag und einige Tiere hatten sich in ihr Rückzugsgebiet zurück gezogen und waren deshalb nicht zu sehen.
In diesem Teil geht es zunächst um das Fotografieren mit der Minox und dann um die Entwicklung eines Schwarzweiß-Filmes.
Minox 35 PL
Die Minox ist eine sehr kompakte analoge Kamera. Man kann sie immer dabei haben, denn sie passt in jede Tasche. Und sie ist unkompliziert zu bedienen. Die Belichtung geschieht vollautomatisch und man muss lediglich die Entfernung von Hand einstellen. Dazu gibt es keine Hilfe aber mit dem verbauten leichten Weitwinkelobjektiv ist es dennoch einfach. Entfernung einschätzen und einstellen, fertig. Ein grüner Punkt auf der Entfernungsskale kennzeichnet eine „Schnappschuss-Einstellung“. Bei gutem Licht ist bei dieser Einstellung alles von 2m bis unendlich scharf.
Viel mehr kann man aber auch nicht einstellen. Es gibt lediglich einen kleinen Schalter für Gegenlichtaufnahmen. Er bewirkt, dass die Belichtungszeit verdoppelt wird damit der Vordergrund heller wird. Und dann ist da noch ein Selbstauslöser und die Möglichkeit die Blende für die Benutzung eines Blitzes einzustellen. Das wars.
Für mich hat das bedeutet, dass die Kamera direkt zu benutzen war, ich musste lediglich die ISO-Zahl des Filmes einstellen. Dann den Film einlegen und zwei Mal spannen und auslösen und dann konnte es los gehen. Mir hat diese Einfachheit anfangs gut gefallen. Ich habe die Kamera eingesteckt und wenn ich ein Motiv entdeckt habe, habe ich die vordere Klappe geöffnet, Entfernung eingestellt, anvisiert und ausgelöst.
Mit der Zeit wurden mir dann aber auch die Grenzen der Kamera bewusst. Besonders die Naheinstellgrenze von 0,9 m hat mich gestört. Ein Bild von einer Blüte oder einem Insekt war so nicht wirklich sinnvoll. Und weit Entferntes blieb ohne Tele einfach klein. Ich hätte mir gerne die Bilder angeguckt, aber der 36er Film war noch nicht voll. Aber so ist das mit einer analogen Kamera. Alles wird entschleunigt und es gibt das Ergebnis erst am Ende.
Schließlich habe ich es dann doch geschaft, den Film komplett zu belichten und dann ging es endlich ans Entwickeln.
Den Entwicklungsprozess kenne ich noch aus meiner Jugend und aus dieser Zeit ist auch mein Equipment. Neu gekauft habe ich mir einen schwarzen Sack um im Dunkeln den Film in die Entwicklungsdose einzulegen und die nötige Chemie, also Entwickler und Fixierer.
Die Chemikalien für die Filmentwicklung
Der ganze Entwicklungsprozess geht dann so:
Ich nehme den Film aus der Kamera und fädele ihn im Dunkeln in die Entwicklungsdose ein.
Ich stelle alle Gerätschaften parat. Alles muss sauber sein damit die chemischen Prozesse das tun was sie sollen und keine unerwarteten Ergebnisse auftreten.
Ich rühre den Entwickler an. Ich verwende einen Einmalentwickler, den ich mit Wasser und einer genau festgelegten Menge Entwicklerlösung herstelle. Für meine Entwicklerdose benötige ich 260 ml fertigen Entwickler. Die Temperatur ist wichtig, optimal sind 20° Celsius. Ich mische dazu kaltes und warmes Wasser und kontrolliere mit einem Thermometer die Temperatur, dann messe ich das Wasser ab und fülle mit der benötigten Entwicklerlösung auf. Zum Abmessen der Entwicklerlösung nehme ich eine Einmalspritze.
Als nächstes stelle ich mir einen Timer auf meiner Uhr, denn jetzt ist die Zeit wichtig. Für die Film-Entwicklerkombination ist eine Entwicklungszeit von 9 Minuten angegeben.
Ich fülle den Entwickler in die Dose und verschließe sie mit dem Deckel. Dann starte ich den Timer. In den ersten 30 Sekunden kippe ich die Dose regelmäßig, danach zum Beginn jeder vollen Minute jeweils 10 Sekunden.
Nach 9 Minuten kippe ich den Entwickler aus und fülle ein Stoppbad ein. An dieser Stelle würde es auch Wasser tun. Es geht einfach darum den Entwicklungsprozess zuverlässig zu stoppen und dass Reste des Entwicklers den Fixierer nicht verderben. Mit dem Stoppbad geht das schneller und sicherer und ich habe sowieso noch Reste von früher.
Dann wird das Stoppbad zurück gefüllt. Es kann mehrmals verwendet werden und muss erst ausgetauscht werden wenn die Farbe des Stoppbades umschlägt.
Jetzt kommt der Fixierer dran. Er bleibt 3-4 Minuten in der Dose, dann wird auch er zurück gefüllt. Ein Liter Fixierer reicht für 10 Filme. Deshalb mache ich für jeden Film einen Strich auf meinen Entwicklungsnotizblock.
Jetzt wässere ich den Film noch einmal ausgiebig damit alle Reste von Chemie weg gespült werden.
Als Letztes nehme ich den Film aus der Dose. Ich streife Wasserreste mit einem Filmabstreifer ab und befestige oben und unten je eine spezielle Klammer. Damit wird der Film zum Trocknen aufgehängt. Die Klammer unten zieht den Film straff, dazu ist sie mit einem Metallgewicht beschwert.
Die EntwicklungsdoseDer fertig entwickelte Film im FilmhalterKlammern und FilmabstreiferDer Film ist zum Trocknen aufgehängt
Jetzt heißt es warten bis der Film durch getrocknet ist. Dann schneide ich mit einem Diaschneider Streifen von je 6 Negativen und schiebe sie in spezielle Filmtaschen.
Mit diesen Negativen könnte ich Schwarzweißbilder belichten und damit im analogen Flow bleiben. Leider fehlt mir dazu der nötige Raum. Deshalb scanne ich die Bilder mit dem Scanner ein und habe am Ende digitale Bilder.
Ein Unterschied zu Fotos aus der Digitalkamera ist, dass die analogen Fotos keinen Zeitstempel vom Aufnahmezeitpunkt haben. Es gibt auch sonst keine Aufnahmeparameter in den Exif-Daten. Wenn ich die Fotos also chronologisch ordnen und mit Fotos anderer Kameras mischen will muss ich mir Notizen machen, denn der Negativ-Film zeigt mir lediglich die Reihenfolge der analogen Bilder.
Bis jetzt macht es mir viel Spaß wieder mit der analogen Technik zu arbeiten. Ich will aber noch einige Kameras aus meinem Fundus testen und die Möglichkeiten und Grenzen der analogen Fotografie ausprobieren.
Im ersten Teil dieser kleinen Blog-Reihe habe ich berichtet, welche Tücken sich mir beim Wiedereinstieg in die analoge Fotografie begegneten. In diesem Teil beschreibe ich meine Erfahrungen als Fotograf mit der analogen Technik.
Als Erstes habe ich wieder neu erkennen müssen, dass ein analoger Film einen festen ISO-Wert hat. Ich kann auf diesen Wert zwar einen geringen Einfluss nehmen, aber der gilt dann für den gesamten Film und nicht nur für ein Foto.
Meine anfänglichen Experimente habe ich mit einem Ilford FP4plus gemacht. Das ist ein bewährter s/w-Film in guter Qualität mit einem ISO-Wert von 125. Durch die Entwicklung lässt sich dieser Wert auf 250 verdoppeln, das bedeutet dann aber auch einen etwas geringeren Kontrastverlauf. Ich habe mich für die 125 ISO entschieden und als Erstes einen Film in eine Leica M3 mit 50mm/2.0-Objektiv eingelegt. Man sieht ihr das Alter vor allem auf der Seite an wo die Lederbeschichtung abgeplatzt ist. Aber technisch ist die Kamera immer noch einwandfrei. Die Handhabung dieser alten Kamera aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts bereitete mir keine Schwierigkeiten, das Wissen dazu war noch aus meiner früheren Fotografiezeit vorhanden.
Die M3 ist eine robuste Sucherkamera mit der Möglichkeit das Objektiv zu wechseln und sie hat einen Schnittbildentfernungsmesser. Aber sie hat keinerlei Elektronik, also auch keinen Belichtungsmesser und Gottseidank auch keine Batterie. Also war als Nächstes der Belichtungsmesser dran. Ich habe einen Gossen Sixtar, ein grundsolider Klassiker. Leider war die Batterie leer. Also musste als Erstes eine neue Batterie her und dabei musste ich feststellen, dass es die benötigte PX625 nicht mehr gibt. Man kann sie allerdings mit einem Adapter durch eine A675 ersetzen. Beides gibt es bei https://ausgeknipst.de. Auf dieser Seite habe ich auch Links zu Bedienungsanleitungen für die Geräte gefunden, bei denen mir solche Informationen fehlten.
Links der Adapter mit eingesetzter Batterie, rechts die Packung A675-Batterien
Die neue Batterie hat funktioniert, allerdings zeigte die Batterieanzeige im Sixtar nicht die volle Kapazität an. Womit sich mir die Frage stellte, ob der Belichtungsmesser noch richtig funktioniert. Ich habe deshalb seine Werte mit denen meiner digitalen Systemkamera verglichen. Im Wesentlichen stimmten sie überein, für einen ersten Test sollte es also reichen.
Bis ich aber soweit war den Test mit der Leica zu beginnen ist durch die Recherchen und Bestellungen einige Zeit vergangen. In der Zwischenzeit habe ich mit anderen vorhandenen alten Kameras weiter gemacht.
Die erste Kamera war die Canon EOS 500 mit einem Sigma 28-200 Zoomobjektiv. Zur Technik habe ich in Teil 1 schon Einiges geschrieben. Hier soll es nun um die fotografischen Erfahrungen gehen.
Zunächst einmal musste ich feststellen, dass ich besser einen Film mit höherem ISO-Wert genommen hätte. Denn das Zoom-Objektiv hat eine eher bescheidene maximale Blendenöffnung von 3,8-5,6. Für eine vernünftige Verschlusszeit war es oft trotz Sommerwetter zu dunkel. Fotos im Wald waren nur im Weitwinkel- oder Normalbereich möglich. Außerdem hatte ich mit er manuellen Einstellung der Entfernung zu kämpfen.
Naheinstellgrenze 1,5 m (oben links 2. Reihe)
Ich brauche für den Nahbereich eine Lesebrille und nutze deshalb den Dioptrienausgleich der Systemkamera damit ich den Sucher scharf sehen kann. Nun stellte sich mir die Frage, wie das bei der optischen Spiegelreflexkamera ist. Als ich früher mit solchen Kamera fotografiert hatte, war eine Brille noch keine Frage für mich, also fehlte mir hier die Erfahrung. Zuerst dachte ich, ich müsste mit Lesebrille fotografieren. Das habe ich nach einigem Nachdenken dann aber als Blödsinn verworfen. Bei einem optischen System wäre das nur im Nahbereich nötig. Das verwendete Objektiv kann man nur bis minimal 1,5 m scharf stellen, es ist für diesen Bereich also gar nicht geeignet. Das waren in diesem speziellen Fall also völlig unnötige Sorgen.
Mehr Probleme bereitet mir dann das Scharfstellen in der Praxis, denn die EOS 500 hat da offensichtlich wenig Unterstützung zu bieten. Es hat dann auch einige Zeit gebraucht, bis ich mich darin einigermaßen sicher fühlte. Am Ende waren die Fotos dann größtenteils ordentlich scharf gestellt und richtig belichtet. Ich kenne aus früheren Zeiten noch die Regel für die Belichtigungszeit mit einem Tele: 1 durch Zoomfaktor gleich minimale Belichtungszeit. Diese Regel habe ich angewendet und war damit auch zufrieden. Die Fotos aus diesem Test finden sich schon im ersten Teil, ich füge sie zur Vereinfachung auch hier ein.
Insgesamt hat das Fotografieren mit der Canon EOS 500 relativ gut geklappt. Mit einem Film mit höherem ISO-Wert könnte ich auch das Zoom besser nutzen.
In den letzten Tagen habe ich auf Mastodon (https://kirche.social/@WilliBilli) mehrere Beiträge zu meinen Experimenten mit analoger Fotografie gepostet. Jetzt bringe ich die Inhalte hier als Blogbeitrag zusammen.
Ich habe beschlossen, mal wieder in s/w analog zu fotografieren. Früher hatte ich ein komplettes Fotolabor und alles was dazu nötig war. Das existiert alles gut verpackt noch. Also habe ich mir einige s/w-Filme und neuen Entwickler und Fixierer besorgt und wollte loslegen.
Und dann begannen die Probleme…
Bei einigen M42-Objektiven funktioniert die Blendenverstellung nicht mehr. Eine Praktika Spiegelreflex löst nicht mehr aus. Ich brauche mehrere neue spezielle Batterien. Dann funktioniert beim Sigma-Objektiv auf der Canon EOS 500 der Autofokus nicht mehr.
Jetzt teste ich, ob irgendeine analoge Kamera noch einfach so einsatzbereit ist. Meine Töchter haben schon länger Interesse beundet und ich habe ihnen Kameras zur Verfügung gestellt. Aber dann ist der Film irgendwie nicht richtig eingelegt worden und am Ende war gar keine Foto drauf. Das war leider vorm Entwickeln nicht so leicht zu erkennen weil der Film in der Praktika war, die nicht mehr ausgelöst hat. Immerhin: Das Entwickeln hat geklappt, auch wenn fast der komplette Filmstreifen leer ist.
Der erste s/w-Film aus der alten Canon EOS 500 mit Sigma-Objektiv (defekter Autofokus) ist entwickelt. Heute werde ich die Bilder einscannen. Dazu habe ich noch einen Epson Scanner der so was kann. Bin gespannt ob ich die Scharfstellung von Hand hingekriegt habe.
Und dann gehts direkt weiter mit einer Minox 35 PL. Dank https://ausgeknipst.de habe ich das Batterieproblem gelöst. Danke an @rstub für den Tipp! Die Minos funktioniert noch einwandfrei und wird in der nächsten Zeit meine kleine und leichte Begleitkamera sein.
Die Fotos des ersten Filmes sind größtenteils sogar gut geworden. Die meisten Fotos sind trotz manueller Scharfstellung ohne spezielle Hilfen der Kamera scharf geworden und die Belichtung ist auch ok. Nach den ersten Rückschlägen macht mir das Mut weiter zu experimentieren.
Kühles Wasser kommt am Landwehrplatz aus den einzelnen Brunnenstrahlen. Im Hintergrund sieht man einen Teil des Theaters ‚Alte Feuerwache‘. Zwischen den Fenstern hängt ein weißes Transparent mit schwarzer Schrift: GASTSPIEL.